Finanzierungsbestätigung/Eigenkapitalnachweis

Bei einem Immobilienverkauf geht es um hohe Beträge. Der Verkäufer möchte sicher gehen, dass er den vereinbarten Kaufpreis schließlich auch erhält. Denn, kann der Käufer nicht zahlen, müssten notariell beurkundete Kaufverträge rückabgewickelt werden, was logischerweise zusätzliche Kosten und natürlich auch jede Menge Ärger mit sich bringt. Deshalb sollte ein Käufer schon vor der Beurkundung Eigenkapitalnachweise bzw. eine Finazierungsbestätigung vorlegen.

Der aus eigenen Mitteln aufzubringende Teil des Kaufpreises muss mithilfe von Eigenkapitalnachweisen abgesichert werden. Hierbei zählen nur Nachweise inländischer Banken. Ausländische Käufer müssen demnach vorher ein Konto bei einem deutschen Kreditinstitut eröffnen. Als Eigenkapitalnachweise gelten zum einen aktuelle Kontoauszüge von Girokonten und kurzfristig liquiden Festgeldern, aber auch Depotauszüge von liquiden Wertpapieranlagen.  Bei Aktiendepots jedoch muss der Wert des Depotbestands mit großem Abstand über dem Kaufpreis der Immobilie liegen, da Aktienkurse bekanntlich hohen Schwankungen ausgesetzt sind. Konto- bzw. Depotauszüge sollten im Original vorgelegt werden. Screenshots von Online-Konten als Ersatz für einen Kontoauszug werden im Allgemeinen nicht akzeptiert, da diese leicht gefälscht werden können.

Der fremdfinazierte Teil des Kaufpreises muss mit einer klar formulierten Finazierungszusage der Bank bestätigt werden. Die Finanzierungsbestätigung sollte entweder als Fax oder auf Briefpapier der Bank vorgelegt werden. Worte wie "freibleibend" oder "Bedingung" darf sie nicht enthalten. Ein absolut wasserdichter Finanzierungsnachweis ist die Vorlage eines deutschen Kreditvertrags.

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